Landscape Lab

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Landscape Lab2018-07-19T09:29:37+00:00

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Das Wetter beobachten und besser verstehen – Das ist das Ziel des Landschaftslabors in Koppl.

   
Wiederholte Starkregenereignisse haben in den letzten Jahren zu Hangrutschungen, unter Wasser stehenden Kellern, überschwemmten Straßen und gefluteten Feldern geführt. Mit dem Wasser wurden unter anderem viele Sedimente und Nährstoffe in die Flüsse und Seen transportiert, welche dort weitere Konsequenzen erkennen lassen. Um die Prozesse und Mechanismen der Überflutungen und Austräge von Nährstoffen von Starkregenereignissen zu bestimmten Umweltbedingungen zu ergründen, werden im Koppler Wassereinzugsgebiet an mehreren Stationen regelmäßig hydrologische Messungen unternommen. Ziel der Forschung ist eine automatisierte, multi-thematische Frühwarnung von prognostizierten und tatsächlichen Umweltveränderungen, welche proaktives Handeln von Entscheidungsträgern zum Ziel haben soll.
Das Landschaftslabor besteht aus mehreren, über die Gemeinde Koppl verteilten Messstationen. Die Sensoren messen untere anderem die Menge an Niederschlag, die Windstärke und Windrichtung, die Bodenfeuchtigkeit und Bodentemperatur oder auch Schneewasseranteile. Am Plainfelderbach, der das gesamte Koppler Einzugsgebiet entwässert, wird ebenfalls der Wasserpegel, die durchströmende Wassermenge und die Phosphorfracht gemessen.
Die Messung von meteorologischen, hydrologischen und bodenkundlichen Umweltparametern erfolgt mit für Extremwetterereignisse geeigneten und vergleichsweise günstigen Sensoren. Das kabellose und energieautarke Sensornetzwerk übermittelt die Daten per ZigBee Protokoll, ähnlich wie beim WLAN, auf einen kleinen Feldcomputer, von dem aus die Daten alle 10 Minuten an eine standardisierte Schnittstelle ins Internet übermittelt werden. Somit erhält man Felddaten in nahezu Echtzeit, plattformunabhängig auf den Computer, Tablet oder das Smartphone.
Die gesammelten Daten können in verschiedene hydrologische Modelle eingefügt werden, welche die Umweltzustände in Raum und Zeit darstellen. Solche Modelle können dann zum Beispiel veranschaulichen, ab wieviel Menge an Regen pro Zeit eine Überschwemmung eintritt, oder die Mege der Nährstofffrachten aus dem Einzugsgebiet prognostizieren. Weil die Daten aus dem Koppler Landschaftslabor in nahezu Echtzeit verfügbar sind, können diese Modelle zeitnah berechnet werden.

Quiz

1. Hydrologische Prozesse sind…

Physikalische und Chemische Vorgänge, die allgemein mit Wasser zu tun haben.
Gerichtliche Entscheidungen, bei denen es ums Wasserrecht geht.
Die Verteilung des Wassers auf verschiedene Gemeinden.
Wallfahrten, die einmal jährlich entlang von großen Gewässern unternommen werden.
 

Wofür gibt es an der Messstation am Nockstein eine Webcam?

Um das Fehlverhalten von Paragleitern aufzudecken.
Um die Anzahl der Bergsteiger zu dokumentieren.
Um Veränderungen in der Landschaft zu ermitteln.
Um den Verkehr der Hauptstraße zu überwachen.
 

Wie gelangen die gemessenen Daten von den Messstationen zu den Forschen ins Z_GIS?

Alle zwei Tage wird ein/e Student/in ins Feld geschickt, um bei jeder Station die Daten auf
einen USB Stick zu spielen.
Der Grundeigentümer, auf dem eine Station steht, muss die Daten einsammeln und mailen.
Eine Bluetooth-Verbindung ermöglicht den Stationen, die Daten direkt ins Z_GIS zu senden.
Die Daten werden per ZigBee auf einen Feldcomputer gesendet, der übermittelt diese alle
10 Minuten ins Internet.
 

4. Forscher am Z_GIS verwenden die Daten für…

eine Uni-interne Wettervorhersage.
die Erstellung von Prognosemodellen und entsprechender Informationsverbreitung.
den Verkauf an Werbefirmen.
die Zusammenarbeit mit Wasserkraftwerken.