Satellitenbildanalyse für humanitäre Hilfe

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Satellitenbildanalyse für humanitäre Hilfe2019-01-17T15:18:23+00:00

Satellitenbildanalyse für humanitäre Hilfe

Die Auswertung von Satellitenbildern unterstützt effektive Hilfeleistung bei humanitären Einsätzen

   

Weltweit sind rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Konflikten, Epidemien oder Naturkatastrophen. NGOs haben es sich zur Aufgabe gemacht diese Menschen zu unterstützen – medizinisch, psychologisch und logistisch mit der Versorgung von Wasser, Nahrung und anderen Hilfsgütern. Dafür ist eine gute Planung notwendig und wichtig zu wissen: Wie viele Menschen befinden sich überhaupt an welchen Orten? Wie schnell wachsen Flüchtlingsansiedlungen? Gibt es in der Nähe Grundwasser und landwirtschaftliche Flächen, um die Menschen zu versorgen? Wo ist es am sinnvollsten nach Wasser zu bohren? Sing genügend sanitäre Einrichtungen für alle Menschen vorhanden? Wie viel Impfstoff soll wohin gebracht werden im Fall des Ausbruchs einer Epidemie?

Manchmal ist selbst für internationale humanitäre Organisationen schwer vor Ort ein gutes Bild zu bekommen – Sicherheitsrisikos oder schier die Größe der Ansiedelungen kann das fast unmöglich machen. Hier kann Information aus dem All in Form von Satellitenbildern helfen. Satellitenbilder liefern dabei auch Informationen über nur schwer zugängliche/gefährliche Gebiete. Mit Auflösungen bis zu 30cm können mit diesen Bilder ziemlich genaue Rückschlüsse gezogen werden, wie viele Menschen wann, wo unter welchen Bedingungen leben. Es ist sichtbar ob es sich bei Unterkünften um Zelte oder um Häuser handelt, ob Latrinen vorhanden sind, wie sich die Zahl der Menschen manchmal innerhalb von wenigen Tagen vervielfältigt oder in welche Richtungen Ansiedlungen wachsen. All das ermöglicht logistische Fragen für NGOs zu beantwortet um effizienter helfen zu können.

Mit geoinformatischen Methoden können solche Satellitendaten automatisch ausgewertet werden. Das automatisierte Extrahieren und Zählen von Behausungsstrukturen wird z.B. durch objekt-basierte Bildverarbeitung besonders unterstützt, da damit die zahlreichen Einzelobjekte direkt erfasst, aber auch verschiedene Behausungstypen unterschieden werden können. In Zusammenarbeit mit lokalen Hilfsorganisationen kann mit den durchschnittlichen Belegungszahlen auf Anzahl und Verteilung der Bewohner im Flüchtlingscamp geschlossen werden. Durch die lokal vorhandene Expertise können Produkte zur Bevölkerungsabschätzung auch stichprobenartig validiert werden.